Vorteile – Nachteile

Geothermie – Die Vor- und Nachteile

Nachdem in den vorangegangenen Abschnitten vor allem die Einsatzmöglichkeiten der Geothermie dargelegt wurden, sollen auf dieser Seite einmal die Vor- und Nachteile dieser regenerativen Energiequelle aufgezeigt werden. Zu diesen zählen aber auch Gas und vor allem Biogas, was man auf www.rechner2go.de überprüfen kann bzw. Sie können den Gasverbrauch ihres Haushalts auf Gasrechner von rechner2go.de/gasrechner errechnen.

Zu den Vorteilen der Nutzung der Erdwärme zählen auf jeden Fall:

  • Geothermie ist eine „saubere“ Energiequelle
    Bei der Verwendung von Erdwärme fallen prinzipiell keinerlei Emissionen an, die sich schädlich auf die Gesundheit von Menschen oder unsere Umwelt auswirken könnten.
    Da bei der Verwendung von Geothermie jedoch auch elektrischer Strom, zum Beispiel für Wärmepumpensysteme, eingesetzt werden muß, ist zu beachten, daß bei der Erzeugung dieses Stromes durchaus Emissionen anfallen, falls dieser Strom nicht aus Windenergie oder Solarenergie erzeugt wurde.
    Im Vergleich zu den Emissionswerten, die bei vielen konventionellen Methoden zur Energieerzeugung anfallen, ist die Geothermie jedoch eine sehr saubere Energiequelle.
  • Erdwärme steht dauerhaft als Energiequelle zur VerfügungWie bereits im ersten Abschnitt angemerkt, beruht der größte Anteil der Wärme im Inneren der Erde auf radioaktiven Zerfallsprozessen, die kontinuierlich stattfinden.
    Aus diesem Grunde kann die Energiequelle: „Erdwärme“ auch kaum versiegen.
    Betrachtet man die oberflächennahe Geothermie für sich, sorgt auch noch die Sonnenstrahlung dafür, daß stets Wärme in den relativ oberflächennahen Schichten der Erde zur Verfügung stehen wird.

Demgegenüber stehen folgende Nachteile der Geothermie:

  • Erdwärme kann nicht überall wirtschaftlich genutzt werdenDamit man sich die Erdwärme wirtschaftlich nutzbar machen kann, müssen die geologischen Voraussetzungen stimmen.
    Wird beispielsweise der Aufwand zu groß, um Wärmesonden in die Erde zu verbringen, können auch die Kosten so hoch werden, daß der Energieertrag erst nach sehr langer Zeit die Investitionskosten amortisieren würde.Zudem muß noch betrachtet werden, daß Geothermie in einigen Fällen selbst dann nicht als Energiequelle verwendet werden kann, wenn die geologischen Voraussetzungen eigentlich günstig wären, jedoch nicht genügend Platz zur Verfügung steht.
    So muß ein Gebäude über ein relativ großes Grundstück verfügen, damit Wärmesonden eingebracht werden können. Sollen Wärmekollektoren genutzt werden, ist der Platzbedarf noch größer.
    Aus diesem Grunde kann die Geothermie zum Zwecke Gebäude zu beheizen, in dicht besiedelten Gebieten oftmals kaum eingesetzt werden.
  • Energieeinsatz für den Betrieb von Wärmepumpen notwendigDa bei der oberflächennahen Geothermie noch Wärmepumpen zum Einsatz kommen müssen, um ein hinreichendes Temperaturniveau zu erhalten, muß zunächst einmal Energie (in Form von Strom) investiert werden, bevor Energie (in Form von Wärme) gewonnen werden kann.
    Der Gesamtertrag an Energie wird somit gemindert und der erforderliche Energieeinsatz muß bei der Planung von entsprechenden Anlagen berücksichtigt werden, um abschätzen zu können, ob sich die Investition in geothermische Anlagen lohnen wird.

Wägt man die Vor- und Nachteile der Nutzung der Erdwärme gegeneinander ab, kann man bilanzierend feststellen, daß Geothermie eine sehr interessante regenerative Energieform ist, die dort genutzt werden sollte, wo es aus ökologischer und wirtschaftlicher Sicht Sinn macht.
Sind die Voraussetzungen lokal nicht gegeben, sollte dort besser auf andere regenerative Energieformen gesetzt werden.